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Die häufigsten Grillunfälle und wie sie vermieden werden

Privat- News 17/04/2019

Vor allem Grillfreunde wissen den Frühling auch kulinarisch zu nutzen. Ob Steak oder Tofu-Spieß, ein paar Sicherheitstipps sollten beherzigt werden, denn immer wieder kommt es beim Grillen zu schweren Unfällen und zu Brandausbrüchen. Schließlich haben wir es beim Grillen häufig mit offenen Flammen zu tun, und der Umgang damit gehört längst nicht mehr zu unseren Alltagsroutinen.

Die häufigsten Grillunfälle und wie sie vermieden werden
© seanlockephotography - Fotolia.com
Für Brände während des Grillens oder danach gibt es mehrere typische Ursachen:

Die Temperatur und die Glühzeiten von Grillkohle werden häufig unterschätzt. Der Grill muss einen sicheren Stand haben, damit die glühenden Kohlen nicht auf Terrassendielen oder Gartenmöbel kippen können. Das kann auch Stunden nach dem Grillen noch gefährlich werden, denn je nach Situation halten sich Glutnester überraschend lange. Voreilig entsorgt kann Grillasche darum die Mülltonne in Brand setzen. „Lassen Sie die Grillasche lieber etwas länger abkühlen“, rät Dr. Hans-Herrmann Drews, Geschäftsführer des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung der Schadenforscher. Das Institut empfiehlt, sie erst nach drei Tagen zu entsorgen. Geduld ist auch beim Anheizen des klassischen Holzkohlegrills die wichtigste Tugend. „Von Brennspiritus und Benzin sollten Sie beim Grillen immer die Finger lassen. Das Risiko von schweren Unfällen ist gewaltig“, mahnt Drews.

Wer stattdessen auf einen Gasgrill setzt, muss beim Anschluss der Gasflasche auf Sorgfalt achten: Die Anschlussverschraubungen von Flüssiggasflaschen haben ein Linksgewinde. Diese Sicherheitsmaßnahme führt gelegentlich dazu, dass eine Verschraubung versehentlich gelöst statt angezogen wird. Zudem sollten Gasleitungen und Armaturen immer in einwandfreiem Zustand sein, um Leckagen auszuschließen.

Sicher durch die Grillsaison – hier sind die wichtigsten Tipps:
  • Vorsicht, Lebensgefahr: Niemals Brennspiritus oder Benzin benutzen.
  • Kinder über die Gefahren aufklären und nicht unbeaufsichtigt lassen.
  • Feuerfesten Untergrund im Freien als Standort wählen und ein standsicheres Gerät verwenden.
  • Nur mit geeigneten Zündhilfen arbeiten, wie (elektrischen) Anzündern, Zündwürfeln, Pasten oder Grillstartern.
  • Beim Einkauf auf sichere und geprüfte Qualität achten, die in der Regel durch DIN- oder GS-Zeichen dokumentiert wird.
  • Ausreichend Sicherheitsabstand von Feld, Wald und Flur sowie von brennbaren Stoffen einhalten und auf die Windrichtung achten, wegen des Funkenfluges.
  • Grillhandschuhe ohne Kunstfasern und lange Grillzangen benutzen.
  • Selbst bei schlechtem Wetter gehört ein Grill nicht unter den Sonnenschirm und schon gar nicht in einen geschlossenen Raum. Rauch ist giftig und lebensgefährlich.
  • Kohle und Briketts nach dem Grillen mit Wasser sorgfältig ablöschen oder drei Tage in einem feuerfesten Behälter auskühlen lassen. Asche ist nicht kompostierbar und gehört in den Restmüll.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundes-weit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.



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