• Beitrage zum Thema Rechtsschutzversicherung

    Rechtsschutz News

    Beiträge

Sie sind hier: Startseite / ... /News & Infos /Newsletter-Beiträge

Wenn Kinder online auf Shopping-Tour gehen

Privat - Newsletter 30/04/2018

Rund 80 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren sind laut einer aktuellen Online-Studie im Internet aktiv. Immer mehr Menschen nutzen das Internet mittlerweile auch zum Shoppen. Ob Spiele, Bücher oder das neueste Smartphone – im Online-Handel reichen häufig ein paar Klicks, um an das gewünschte Produkt zu kommen. Nicht immer ist der Besteller aber auch volljährig und damit uneingeschränkt geschäftsfähig. Wir erklären Ihnen, ob Eltern für etwas bezahlen müssen, das ihr minderjähriges Kind ohne ihr Wissen online eingekauft hat.

Wenn Kinder online auf Shopping-Tour gehen
© svetabezu - Fotolia.com
Über das Bestellformular eines Online-Shops lässt sich das Geburtsdatum der Kunden zwar abfragen. Ob das angegebene Alter auch stimmt, prüfen die Händler aber häufig nicht nach. So ist es schnell passiert: Ein Kind macht sich bei der Registrierung um einige Jahre älter und bestellt etwas auf Rechnung. Die Eltern des Minderjährigen erfahren allerdings erst beim Mahnungseingang davon. Müssen die Eltern nun für die Ware zahlen?

Was viele vergessen: Auch im Internet gilt, genauso wie bei dem Händler um die Ecke, dass Kinder alleine in der Regel keine wirksamen Verträge abschließen können. Für die meisten Rechtsgeschäfte benötigen Kinder die Einwilligung ihrer Eltern. Ohne diese ist ein bereits geschlossener Vertrag unwirksam. Eine Ausnahme hiervon bilden Bestellungen, deren Wert so niedrig ist, dass der Minderjährige ihn mit seinem Taschengeld erwerben kann. Dann ist der Kauf häufig von Anfang an wirksam, da er keiner Genehmigung bedarf.

Auch beim Online-Shopping müssen die Eltern also im Vorhinein oder nachträglich in den Kauf einwilligen. Tun sie dies nicht, hat der Händler das Nachsehen, schließlich muss er sicherstellen, dass sein Vertragspartner geschäftsfähig ist. Die Abfrage des Alters über das Bestellformular reicht hierzu nicht aus. Gerade wenn das Kind die bestellte Ware schon unbemerkt ausgepackt und verwendet hat, sehen sich viele Eltern in der Pflicht, die dazugehörige Rechnung zu begleichen. Gesetzlich verpflichtet sind sie dazu allerdings nicht.

Denn auch von dem minderjährigen Kind benutzte Ware können die Eltern an den Online-Händler zurücksenden, wenn die Einwilligung zum Kauf nicht vorlag. Eine Nutzungsentschädigung muss in diesem Fall nicht geleistet werden. Hat der Händler das Bestellte noch nicht geliefert, brauchen die Eltern auf entsprechende Mahnschreiben des Unternehmers nicht zu reagieren, sollten diese aber aufbewahren. Kommt ein gerichtlicher Mahnbescheid, müssen sie dann innerhalb von zwei Wochen schriftlich widersprechen. In diesem Falle empfiehlt es sich, bei einem Anwalt um Rat zu fragen.  
 
Übrigens: Unabhängig vom Alter des Bestellers können Kunden ihre Online-Käufe bei Nichtgefallen innerhalb einer vorgeschriebenen Frist zurückgeben, wenn sie diese bei einem Unternehmer gekauft haben. Dafür haben sie mindestens zwei Wochen Zeit.

Erste Hilfe im Rechtsschutzfall MEINRECHT Rechtsservice von A bis Z

0211 529-5555

  • Erste Hilfe im Rechtsschutzfall
  • Anwaltsempfehlung
  • Telefonische Rechtsberatung
  • Mediation

mehr erfahren

Erste Hilfe im Rechtsschutzfall MEINRECHT Rechtsservice von A bis Z

0211 529-5555

  • Erste Hilfe im Rechtsschutzfall
  • Anwaltsempfehlung
  • Telefonische Rechtsberatung
  • Mediation

mehr erfahren

Privat-Rechtsschutz (*250 Euro Selbstbeteiligung)

Privat-Rechtsschutz (*250 Euro Selbstbeteiligung)

Mehr Beiträge zum Thema: Privat

Oft vernachlässigt: der digitale Nachlass

Probleme beim Online-Versand – Wie ist die Rechtslage?

Das zerkratzte Auto

Vorsicht beim Grillen

Wann darf gegrillt werden?

Wenn Kinder online auf Shopping-Tour gehen

Der Enkeltrick und andere Betrugsversuche am Telefon

Rechtliche Risiken beim Ehrenamt?

Gültigkeit von Geschenkgutscheinen

Vorsicht bei hochhackigen Damenschuhen!

Reiserücktritt bei Terrorgefahr?

Ohne Mängelanzeige keine Reisepreisminderung

Der gestohlene Schlüssel – wer nicht aufpasst, verliert den Versicherungsschutz

Ohne Mängelanzeige keine Reisepreisminderung

Handy weg? Wie Sie das Smartphone richtig sichern!

Rechtsirrtümer im Alltag – Eltern und Kinder

Rechtsirrtümer im Alltag – rund um den Hund

Rechtsirrtümer im Alltag – Reklamation

Rechtsirrtümer im Alltag – Einkaufen

Erbverzicht gegen Sportwagen

Rechtliche Grundlagen für den Flug mit Drohnen

Herbststreitigkeiten

Recht: Was „Pokémon Go“-Spieler beachten sollten

Hund in Gefahr – wann Sie im Sommer die Autoscheibe einschlagen dürfen!

Wie finde ich das richtige Altenheim?

Wenn der Torjubel zum Nachbarschaftsstreit wird

Der sichere Umgang mit Ihrer Kreditkarte

Mit dem Haustier auf Reisen

Ihr Recht beim Online-Kauf

Volle Zahlung des Flugpreises schon bei der Buchung

Der Fairness verpflichtet

Wann Kinder für ihre Eltern Unterhalt zahlen müssen

Portemonnaie gestohlen – was tun?

Wenn Kinder online auf Shopping-Tour gehen

Der Wasserschaden beim Blumengießen

Der Enkeltrick und andere Betrugsversuche am Telefon

Auf die Haltung kommt es an

Was tun bei Reisemängeln?

Sturz im Supermarkt

Der verbotene Kopfsprung

Der betrunkene Fahrradfahrer

Wann darf gegrillt werden?

Rechtliche Risiken beim Ehrenamt?

 

Erste Hilfe im Rechtsschutzfall MEINRECHT Rechtsservice von A bis Z

0211 529-5555

  • Erste Hilfe im Rechtsschutzfall
  • Anwaltsempfehlung
  • Telefonische Rechtsberatung
  • Mediation

mehr erfahren