Beitrage zum Thema Rechtsschutzversicherung
Beitrage zum Thema Rechtsschutzversicherung
Beitrage zum Thema Rechtsschutzversicherung
Sie sind hier: Startseite / ... /News & Infos /Newsletter-Beiträge

Der Wasserschaden beim Blumengießen

Privat - Newsletter 14/10/2015

Wer im Rahmen einer unentgeltlichen Nachbarschaftshilfe einen Schaden verursacht hat, haftet für diesen grundsätzlich nur dann, wenn er vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurde. Dies entschied das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz in einer vor kurzem veröffentlichten Entscheidung.  

© Alexander Raths - Fotolia
Was war passiert? Der später Geschädigte musste aus gesundheitlichen Gründen für einige Wochen in Kur gehen und fragte einen befreundeten Nachbarn, ob dieser in der Zeit der Kur nicht die Blumen in seinem Garten gießen könne. Dieser half natürlich gerne und wässerte den Garten allabendlich. Eines Abends drehte der Nachbar nach dem Gießen des Gartens jedoch nur die Schlauchspitze zu, so dass der Außenwasserhahn am Haus weiter aufgedreht blieb. Somit stand der Schlauch konstant unter Druck, was dazu führte, dass die Verbindung von Außenwasserhahn und Schlauch zunächst undicht wurde und sich etwas später ganz löste. Das Wasser aus dem voll aufgedrehten Wasserhahn konnte nun ungehindert auslaufen und flutete das Untergeschoss des Hauses. Insgesamt entstand so ein Schaden in Höhe von 11.500 Euro. Der Hauseigentümer wandte sich nach der Kur an seine Versicherung, die den Schaden erst einmal übernahm. Allerdings nahm diese im Nachgang beim Nachbarn Regress und verlangte den Betrag von ihm zurück. Da dieser jedoch nicht zahlen wollte, landete die Angelegenheit vor dem OLG Koblenz.      

Das Urteil:
Die Richter des OLG folgten dem Grundsatz, dass sich derjenige, der im Rahmen einer unentgeltlichen Nachbarschaftshilfe tätig wird, auf eine Haftungsbegrenzung berufen kann. Das heißt im Ergebnis, dass er nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit haftet. Außerdem nur für Schäden, die im Rahmen einer alltäglichen Hilfestellung entstanden sind und die durch eine Versicherung des Geschädigten abgedeckt sind.

Im zu entscheidenden Fall sahen die Richter lediglich eine leichte Fahrlässigkeit beim hilfsbereiten Nachbarn. Er hatte zwar die Schlauchspitze zugedreht, konnte jedoch nicht vorhersehen, dass sich diese unter dem Druck lösen und der daraus resultierende Wasseraustritt zu einem Wasserschaden im Inneren des Hauses führen würde. Schließlich befand sich der Gartenschlauch außerhalb des Hauses.

Aber Achtung: Das Urteil soll ausdrücklich nicht als Freibrief für sorgloses eigenes Verhalten verstanden werden. Die Richter machten in ihrem Urteil nämlich klar, dass es sich in diesen Fällen immer auch um eine Einzelfallabwägung handelt. Bei der unentgeltlichen Nachbarschaftshilfe sollten Sie also immer die gebotene Sorgfalt an den Tag legen, damit es erst gar nicht zu Streitigkeiten mit befreundeten Nachbarn oder ihrer Versicherung kommt.

Erste Hilfe im Rechtsschutzfall MEINRECHT Rechtsservice von A bis Z

0211 529-5555

  • Erste Hilfe im Rechtsschutzfall
  • Anwaltsempfehlung
  • Telefonische Rechtsberatung
  • Mediation

mehr erfahren

Erste Hilfe im Rechtsschutzfall MEINRECHT Rechtsservice von A bis Z

0211 529-5555

  • Erste Hilfe im Rechtsschutzfall
  • Anwaltsempfehlung
  • Telefonische Rechtsberatung
  • Mediation

mehr erfahren

Mehr Beiträge zum Thema: Privat

Das zerkratzte Auto

Vorsicht beim Grillen

Wann darf gegrillt werden?

Wenn Kinder online auf Shopping-Tour gehen

Der Enkeltrick und andere Betrugsversuche am Telefon

Rechtliche Risiken beim Ehrenamt?

Gültigkeit von Geschenkgutscheinen

Vorsicht bei hochhackigen Damenschuhen!

Reiserücktritt bei Terrorgefahr?

Ohne Mängelanzeige keine Reisepreisminderung

Der gestohlene Schlüssel – wer nicht aufpasst, verliert den Versicherungsschutz

Ohne Mängelanzeige keine Reisepreisminderung

Handy weg? Wie Sie das Smartphone richtig sichern!

Rechtsirrtümer im Alltag – Eltern und Kinder

Rechtsirrtümer im Alltag – rund um den Hund

Rechtsirrtümer im Alltag – Reklamation

Rechtsirrtümer im Alltag – Einkaufen

Erbverzicht gegen Sportwagen

Rechtliche Grundlagen für den Flug mit Drohnen

Herbststreitigkeiten

Recht: Was „Pokémon Go“-Spieler beachten sollten

Hund in Gefahr – wann Sie im Sommer die Autoscheibe einschlagen dürfen!

Wie finde ich das richtige Altenheim?

Wenn der Torjubel zum Nachbarschaftsstreit wird

Der sichere Umgang mit Ihrer Kreditkarte

Mit dem Haustier auf Reisen

Ihr Recht beim Online-Kauf

Volle Zahlung des Flugpreises schon bei der Buchung

Der Fairness verpflichtet

Wann Kinder für ihre Eltern Unterhalt zahlen müssen

Portemonnaie gestohlen – was tun?

Wenn Kinder online auf Shopping-Tour gehen

Der Wasserschaden beim Blumengießen

Der Enkeltrick und andere Betrugsversuche am Telefon

Auf die Haltung kommt es an

Was tun bei Reisemängeln?

Sturz im Supermarkt

Der verbotene Kopfsprung

Der betrunkene Fahrradfahrer

Wann darf gegrillt werden?

Rechtliche Risiken beim Ehrenamt?

 

Privat-Rechtsschutz (*250 Euro Selbstbeteiligung)

Privat-Rechtsschutz (*250 Euro Selbstbeteiligung)

Erste Hilfe im Rechtsschutzfall MEINRECHT Rechtsservice von A bis Z

0211 529-5555

  • Erste Hilfe im Rechtsschutzfall
  • Anwaltsempfehlung
  • Telefonische Rechtsberatung
  • Mediation

mehr erfahren