Beitrage zum Thema Rechtsschutzversicherung
Beitrage zum Thema Rechtsschutzversicherung
Beitrage zum Thema Rechtsschutzversicherung
Sie sind hier: Startseite / ... /News & Infos /Newsletter-Beiträge

Das Verkehrsschild übersehen – Augenblickversagen?

Auto & Verkehr - Newsletter 30/05/2017

Unter einem Augenblickversagen versteht man ein „kurzfristiges Fehlverhalten bzw. Außerachtlassen der unter den gegebenen Umständen gebotenen Sorgfalt“. So zumindest definiert es das Oberlandesgericht Hamm. Selbst im Fall einer erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung oder von Rotlichtverstößen kann unter Umständen die Verhängung eines Fahrverbots ausgesetzt werden. Das Amtsgerichts Potsdam hatte dies in einer aktuellen Entscheidung zu klären.

Augenblickversagen
© Artusius - Fotolia.com
Was war passiert? Ein Autofahrer hatte außerhalb einer geschlossenen Ortschaft die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 41 km/h überschritten und war dabei geblitzt worden. Die Folge waren ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro sowie ein einmonatiges Fahrverbot. Der Fahrer, der bis dato im Straßenverkehr noch nicht negativ aufgefallene Verkehrsteilnehmer, habe aufgrund der besonderen Verkehrslage weder das Verkehrsschild wahrgenommen, noch habe er mit der Geschwindigkeitsbegrenzung an dieser Stelle rechnen müssen. Ob ein Augenblickversagen vorlag, ist jedoch eine Sache des Einzelfalles. Somit musste sich das Amtsgericht Potsdam mit dem konkreten Fall beschäftigen.

Das Urteil: Das Amtsgericht gab dem Autofahrer Recht. Die Verkehrssituation an der betroffenen Stelle sei in der Tat etwas schwierig. Die Beweisaufnahme ergab, dass der beschuldigte Verkehrsteilnehmer zunächst mit seinem PKW einem langsam fahrenden LKW folgte. Als er dann auf der linken Straßenseite ein Schild zur Kenntnis nahm, das die bis dato geltende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h aufhebt, gab er Gas, um den LKW zu überholen. Kurz darauf wurde der Beschuldigte von der Polizei geblitzt.

Wie sich in der Beweisaufnahme herausstellte, wird die Geschwindigkeit zwar aufgehoben, kurz nach dem Bereich in der Zeit von 20 bis 6 Uhr aber wieder auf Tempo 70 begrenzt. Eine Begrenzung, die dem Schutz vor Wildwechsel dienen soll. Dieses Schild hatte der Beschuldigte hingegen nicht gesehen. Das Gericht folgte letztlich der Aussage des Autofahrers. Da das zweite Begrenzungsschild nur auf der rechten Straßenseite steht, durfte davon auszugehen sein, dass es vom Fahrer des PKW beim Überholen des Lastwagens nicht zu sehen gewesen sei. Insbesondere als Ortsunkundiger hätte er nach der Aufhebung der ersten Geschwindigkeitsbegrenzung nicht mit einer weiteren Begrenzung rechnen müssen.

Am Ende verurteilte das Amtsgericht den Fahrer zur Regelbuße und zu einem Eintrag im Verkehrszentralregister in Flensburg. Das Fahrverbot wurde jedoch aufgehoben.

Erste Hilfe im Rechtsschutzfall MEINRECHT Rechtsservice von A bis Z

0211 529-5555

  • Erste Hilfe im Rechtsschutzfall
  • Anwaltsempfehlung
  • Telefonische Rechtsberatung
  • Mediation

mehr erfahren

Erste Hilfe im Rechtsschutzfall MEINRECHT Rechtsservice von A bis Z

0211 529-5555

  • Erste Hilfe im Rechtsschutzfall
  • Anwaltsempfehlung
  • Telefonische Rechtsberatung
  • Mediation

mehr erfahren

Verkehrs-Rechtsschutz (*250 Euro Selbstbeteiligung)

Verkehrs-Rechtsschutz (*250 Euro Selbstbeteiligung)

Mehr Beiträge zum Thema: Auto & Verkehr

Achtung, Wildwechsel – auch im Frühling ist Vorsicht geboten

Karneval – keine Narrenfreiheit im Straßenverkehr

„Gekauft wie gesehen“ schließt Gewährleistungsansprüche nicht aus

Winterreifenpflicht im Ausland

Rechtsirrtümer im Alltag – Autobahn

Wildunfall – wer zahlt eigentlich die Straßenreinigung?

Vorsicht, Radfahrer! – Worauf Autofahrer besonders achten sollten

Unfall mit dem Auto des Vaters - zahlt die Versicherung?

Das zerkratzte Auto – wer haftet bei Schäden durch Waschanlagen

Kein Fahrverbot trotz Rotlichtverstoßes?

Das Verkehrsschild übersehen - Augenblickversagen?

Mit dem Fahrrad durch den Winter

Das Fahrverbot der Straßenverkehrsordnung

Der unterschätzte Zebrastreifen

Achtung, Bußgeld – fünf Dinge, die Sie im Winter besser nicht tun sollten!

Mit dem Auto in den Herbst

Falschparker auf Privatgrundstück – abschleppen?

Der sichere Schulweg

Erste Hilfe will gelernt sein

Die Autofahrt im Sommer

Fahrzeugschaden aufgrund von Schlaglöchern – was tun?

Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf!

Wie man Kinder im Auto richtig anschnallt

Mit der Autodachbox sicher in den Urlaub

Mit dem Auto durch den Winter

Der gefährdete Auto-Stellplatz

Der richtige Winterreifen

Was tun bei einem Wildschaden

Was tun bei einem Autounfall

Im falschen Bus - Schadenersatz

Mit dem Auto in die Sommerferien

Nutzung des Mobiltelefons zur Werkstattsuche

Der rollende Einkaufswagen

Mit dem E-Bike im Straßenverkehr

Das nachträglich aufgestellte Halteverbotsschild

Winterreifenpflicht im Ausland

Der betrunkene Fahrradfahrer

Ausgerutscht! Glatteis im Parkhaus.

 

Erste Hilfe im Rechtsschutzfall MEINRECHT Rechtsservice von A bis Z

0211 529-5555

  • Erste Hilfe im Rechtsschutzfall
  • Anwaltsempfehlung
  • Telefonische Rechtsberatung
  • Mediation

mehr erfahren